Filmvorführung

The Cove | La baie de la honte

Oscar-prämierter Dokumentarfilm: ein Warnruf für die Delfine.


The Cove - Documentaire | ©️ Louie Psihoyos - The Oceanic Preservation Society 2008

Infos

Dates
Samstag, 6. Juni 2026
Lieu
Amphithéâtre Ruwet | Institut de Zoologie
Quai Édouard Van Beneden, 22
4020 Liège
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Horaires
Von 18:30 bis 20:00 Uhr
Prix
Erwachsene (18+): 5 € | Jugendliche (7 - 17 Jahre) kostenlos.
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Anlässlich des Weltmeertags (8. Juni) bieten wir Ihnen eine Sondervorführung von „The Cove“ an, einem schockierenden Dokumentarfilm, der 2010 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Ein Film, der die Sichtweise der Öffentlichkeit auf Delfine und die Gefangenschaft grundlegend verändert hat. 

Ein dokumentarischer Thriller im Dienste der Wahrheit 

Unter der Regie von Louie Psihoyos, Fotograf bei National Geographic und Mitbegründer der Oceanic Preservation Society, entfaltet sich „The Cove“ wie ein echter Spionagefilm. Ein Team aus Aktivisten, Freitauchern, Spezialeffekt-Spezialisten und Filmemachern führt eine geheime Operation durch, um eine abgelegene Bucht in Taiji, Japan, zu infiltrieren. 

Was sie dort entdecken, ist unerträglich: Jedes Jahr zwischen September und März werden in dieser kleinen Bucht, versteckt hinter Stacheldraht und „Zutritt verboten“-Schildern, fast 23.000 Delfine gefangen und abgeschlachtet. 

Richard O’Barry: vom Delfintrainer zum Whistleblower 

Im Mittelpunkt des Films steht Richard O’Barry, ein ehemaliger Delfintrainer, der in der Kultserie der 1960er Jahre die Rolle des Flipper verkörperte. Heute widmet er sein Leben der Anprangerung der Gefangenschaftsindustrie, für die er sich teilweise verantwortlich fühlt. 

Sein Bericht beleuchtet eine beunruhigende Realität: Der Delfin ist kein Unterhaltungs-Tier, sondern ein wildes, intelligentes und soziales Säugetier, das von der Gefangenschaft zutiefst betroffen ist. Der Tod von Kathy, einer der Delfine, die Flipper spielten, der in seinen Armen starb und den er als Folge extremen Stresses beschreibt, markiert für ihn einen unumkehrbaren Wendepunkt. 

Black OPS Team © Louie Psihoyos - the Oceanic Preservation Society 2008

L'équipe | © Louie Psihoyos - the Oceanic Preservation Society 2008

Eine Realität, die man nicht ignorieren kann 

Der Film deckt ein zutiefst besorgniserregendes System auf: 

  • Die „spektakulärsten“ Delfine werden für Summen von bis zu 150.000 Dollar pro Tier an Delfinarien verkauft 
  • Die anderen werden wegen ihres Fleisches geschlachtet, das lokal vermarktet wird 
  • Dieses Fleisch weist Quecksilberwerte auf, die für die menschliche Gesundheit gefährlich sind 
  • Bei den Schlachtungen färbt sich die Bucht rot – Bilder, die schwer zu ertragen, aber unbedingt zu sehen sind 
  • Die Wasserparkindustrie treibt diese kommerzielle Jagd direkt an 

Ein Film, der im Einklang mit der Mission des Aquarium-Muséums steht 

Als wissenschaftliche Einrichtung, die sich für den Erhalt der Artenvielfalt und das Wohlergehen der Tiere einsetzt, steht das Aquarium-Muséum voll und ganz hinter den Themen, die dieser Dokumentarfilm aufgreift: 

  • Ablehnung unethischer Gefangenschaft und Eintreten für strenge Pflegestandards 
  • Schutz der Wale, die als Indikatoren für die Gesundheit der Ozeane dienen 
  • Aufklärung durch Wissen, auch wenn es unbequem ist 
  • Wissenschaftlicher Ansatz, der daran erinnert, dass Delfine soziale, intelligente und bewusste Säugetiere sind 

Der Film wirft grundlegende Fragen auf, denen wir uns gemeinsam stellen müssen: 

  • Welche Verantwortung tragen wir gegenüber Wildtieren? 
  • Lassen sich Unterhaltung und Ethik miteinander vereinbaren? 
  • Was sind die wahren Kosten unseres Staunens? 

Ein Film, der das Bewusstsein verändert hat… doch ein Kampf, der nach wie vor aktuell ist 

Seit seinem Erscheinen hat „The Cove“ große internationale Anerkennung erfahren: Oscar für den besten Dokumentarfilm (2010), Publikumspreis beim Sundance Film Festival und eine hervorragende Bewertung auf Kritikerseiten. 

Seine Wirkung war konkret, mit einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Delfinfleisch in Japan. Doch mehr als fünfzehn Jahre später geht der Fang weiter, und zahlreiche Delfinarien auf der ganzen Welt beziehen ihre Tiere weiterhin aus Taiji. Der Kampf, den Richard O’Barry aufgenommen hat, ist nach wie vor brandaktuell. 

Warnhinweis für das Publikum 

Dieser Dokumentarfilm enthält Bilder von Gewalt gegen Tiere, die empfindliche Zuschauer verstören könnten. Obwohl der Film zurückhaltend geschnitten ist, können bestimmte Szenen schwer zu ertragen sein. Wir haben uns für die Vorführung entschieden, weil es ein unverzichtbarer Schritt ist, der Realität ins Auge zu sehen, um sie verändern zu können. 

Der Film ist für kleine Kinder nicht geeignet (empfohlen ab 13 Jahren). Eltern werden gebeten, nach eigenem Ermessen zu entscheiden. 

 

Praktische Informationen

Einlass: 18:00 Uhr
Einführung: 18:30 Uhr
Ende der Veranstaltung: 20:30 Uhr 

Reservierung erforderlich. Ab 13 Jahren.

 

Sehen Sie sich den Trailer an

 

Diese Vorführung findet im Rahmen der Aktivitäten des Ocean Month – des Monats des Ozeans – statt, der vom 22. Mai bis zum 21. Juni läuft. 

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